Adam Smith ist kurzsichtig, …

…würde ich behaupten, wenn man mit spitzer Zunge sprechen darf. Obwohl er an der Universität zu Glasgow u.a. Professor für Moralphilosophie war, auch gegen das Weltbild des Thomas Hobbes (in Leviathan) sprach, schrieb er in “Der Wohlstand der Nationen” über die positiven Auswirkungen des menschlichen Eigeninteresses im Bereich der Gesellschaft und Wirtschaft. Man kennt es als das “Adam-Smith-Problem“.

Ohne dem Reiz eines Romans, also dem Spannungshorizont und dem bildhaften Erzählen, abtrünnig werden zu wollen, muss ich zugeben, dass ich beim Lesen keine ruhigen Gedanken an die reine Geschichte verschwenden konnte, so wie man es normalerweise bei jedem anderen Roman machen würde. Während der fast 900 Seiten des
Romans “Eine Billion Dollar” von Andreas Eschbach wurde Wikipedia, mein Wirtschaftslexikon und das “Adam-Smith-Problem” zu einem treuen Begleiter bei langen nächtlichen Laufereien zwischen Bett, Sofa, Kühlschrank und Bücherregal. Nicht nur, dass ich jetzt durch lesen und nachlesen mehr Ahnung von Geldschöpfung habe, als damals beim selbst entwickelten 45min Vortrag bei Prof. XY in “Finanzierung” als Abschluss einer Hausarbeit; nein, mein gesamtes volkswirtschaftliches Weltbild hat sich durch dieses Buch und die dadurch geforderten Recherchestunden komplett geweitet. Es gibt Menschen, die schlafen in Vorlesungen zu diesem Thema ein. Nicht weil sie nicht intelligent oder desinteressiert sind, sondern weil es ein Professor mal wieder nicht schafft, sie dafür zu begeistern! Begeisterung ist meine Beschreibung für dieses Buch, und ich werde hier sicherlich keine Inhaltsangabe oder Rezension in ausgiebigerem, amtlicheren Sinne niederschreiben. Das haben wir alle schon im 13. Schuljahr hinter uns gelassen. Dafür gibt es heutzutage Amazon-Ratings. Also ist hier der Punkt.



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2 responses so far, want to say something?

  1. Andreas says:

    yeah

  2. Julian says:

    “yeah” im Sinne von “beim Prof. einschlafen? ;)

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