Vor zwanzig Jahren hieß es noch “Wir sind das Volk“, mit Gänsehautfaktor. Heute würde ich eher sagen: “Wir sind die Demokratie”, und in 10 Jahren sollte man dann vielleicht sagen können: “Das Volk(s)- bildet die -herrschaft”.

Vor zwanzig Jahren konnte man sehen, was eine demokritische Masse erreichen kann. Vor einigen Monaten konnte man sehen, was diese auch erreichen kann (Zensursula) und zwischendurch konnte man es auch immer wieder sehen. Fein. Aber wieso nur, wenn eine wirklich kritische Masse vor Existenzängsten bibbert? Es gibt unzählig mehr Probleme, die die Masse betrifft, in dieser aber untergehen. Und da kommen wir zu einem als kritisch zu betrachtenden Diskurs zwischen der Partei, der in der Masse untergehenden mündig Unmündigen und deren mündigen Stellvertreter auf nationaler Ebene. Nicht jeder Mündige sollte etwas zu sagen haben, zumindest nicht so, dass es jeder hören kann. Denn sonst hört jeder zu viel, und dann passiert so etwas wie es Frank Schirrmacher in seinem Buch Payback beschreibt. Dennoch sollte man die wahre Demokratie Herr werden lassen über die aktuell wenig wirklich Mündigen, um es auch weiterhin Demokratie nennen zu dürfen. Nur wie macht man das, wenn “zu viele Köche den Brei verderben” könnten? Verlassen wir für diese Überlegung die Metaebene und versuchen uns des Problems anzunehmen, indem man die modernen Möglichkeiten der Kommunikation in Betracht zieht um das “Münder stopfen” verabschieden zu können.
Wie kann ein “Die Masse spricht” ausschauen? Twitter? Da spricht nicht die Masse, da Posaunt jeder vor sich her. Facebook? Fanpages? Ja, “Gefällt mir” ;)
Nun ist nur noch das Problem, dass die Masse, also der Großteil von den 1-9-90 einfach nur rum sitzt (sitzen will) und Input haben will, aber keinen generiert. Faulheit siegt also wieder und deswegen auch die Unmündige Demokratie. Dazu würde Gott sagen, “Schei**!” und geheiligt sei das Hallelujah (denn im Hallelujah ist der demokratische Hund noch tiefer vergraben).
Und zum Schluss noch ein fettes Dankeschön an Daniel Sopora für die wunderbar passende Karikatur. Daniel, du bist PREMIUM! Hiermit werfe ich 5,- € in das Phrasenschwein, wo steht das aktuell?

















Daniel says:
Wahr ist das! Die letzten Jahrzehnte sind alle schön mit dem Blick auf die eigenen Füße durch die Welt gegangen um ja keinen Falschen Schritt zu machen und jetzt wo es nicht weitergeht wo man hoch sehen muss, stellt man fest, dass der Boden auf dem man steht zeihmlich wackelig ist. Mal sehen wie weit der Horizont von so manch einem Aufblickenden reicht und wohin die Pioniere der Zukunft (wir!!!) uns hin geleiten werden…
Jan 08, 2010, 02:06