Gebildet ist der weiß wo es steht

… und das ist am einfachsten, wenn er die Möglichkeit hat zu regeln wo es später stehen wird.

Auf diesem Bild sehen wir Wochen- und Tageszeitungen. Viele verschiedene Verlage. Viel Wissen. Zunächst!

Viele Artikel lese ich durch (auch Print ;), weil sie interessant sind, mich ansprechen und auf den “aktuellen Stand” bringen sollen. Die meisten der Artikel sind aber nur akut für mich lesenswert. Die anderen sind eher irrelevant, zumindest im Moment des “screenings“. Digital würde ich solche Texte zunächst wegschieben und verschlagworten. Bekannte Tools hierfür sind Evernote, Mr.Wong, Delicious oder eben die Suchfunktion vom Google Reader und Instapaper. Das Wissen was ich also nun nicht benötige, könnte ich so später wieder aufrufen. Wäre es nicht ein angemessener Service, wenn dies auch bei herkömmlichen Printausgaben angeboten würde? Artikel die ich zum aktuellen Zeitpunkt für irrelevant halte einfach dem eigenen Wissensmanagement übergeben, um später bei Bedarf wieder darauf zugreifen zu können? Sollte so eine Funktionalität nicht Standart sein? (Möglich wäre dies durch abgedruckte so genannte Kurz-URLs die nur für Leser der Printausgabe ersichtlich sind. Meinetwegen auch erst zeitlich versetzt verfügbar/lesbar.)

“Wieso sollte das Standart werden?” fragt Ihr euch nun? Weil ich für diese Artikel in Printausgaben bezahle! Ich bezahle für jedes einzelne Wort, auch für die irrelevanten, nebensächlichen oder für mich bedeutungslosen! Klar kann ich die Zeitungen wegsortieren, einsortieren oder katalogisieren. Aber mal ganz ehrlich: Wenn ich in diesem Regal nach einem Schlagwort suche, dann bemühe ich doch eher unser aller heiligstes Google. Schneller, einfacher und somit effizienter… Wieso sollte ich dann noch Printausgaben kaufen? Gibt es einen Grund dafür? Kommt her liebe Verlage und holt mich ab, denn ich werde nicht mehr so schnell zu euch kommen!

Aber auch hier bestätigen Ausnahmen meine Annahmen. beef, brand eins oder das ein oder andere Subkultur-Magazin sind welche die ich dennoch als Printausgabe kaufe. Ich kaufe sie, weil sie mich von vorn bis hinten ansprechen. Bei ihnen gibt es keine Texte oder Worte die für mich irrelevant erscheinen. Wieso? Weil sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren. Sie verkaufen Geschichten, Geschichten aus Nischen. Ein interessantes Buch hierzu ist von Chris Anderson: The Long Tail – Nischenprodukte statt Massenmarkt (Amazon Link). Es ist sehr lesenswert. Ich habe bisher zwar nur kurz reingeschaut, aber “FREE” von Chris Anderson schon gelesen und übertragend würde ich behaupten, dass man “The Long Tail” lesen sollte! Vor allen, wenn man sich Gedanken über sein Geschäftsmodell machen muss…



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